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| Fotos: PR |
Donnerstag, 31. Mai 2012
Träumen erlaubt: Uhren von Burberry
Mittwoch, 23. Mai 2012
Verliebt in Roségold
Für Gold bin ich zu jung, Silber bin ich satt. Also muss eine Alternative her. Es fing vor einigen Monaten mit einem Armreifen von H&M an. Roségold kannte ich bis dato nur von den wunderschönen Michael Kors Uhren und auch das Angebot bei H&M, Six, Bijoux Brigitte und Co gestaltete sich lange Zeit recht übersichtlich. Aber mittlerweile ist ein regelrechter Rosé-Boom ausgebrochen. Es folgte ein Ring von Six, eine Kette von H&M und meinem absoluten Highlight - der roséfarbenen Uhr von Fossil, die ich zum absoluten Schnäppchenpreis bei Vente Privee entdeckt habe (wer eine Einladung braucht - einfach mit einer gültigen Mailadresse kommentieren).
Und ich will mehr! Das sind meine aktuellen Lieblinge, die (teilweise) sogar erschwinglich sind:
Armreif von Alexander McQueen, Ringe von Maison Martin Margiela, Armreif von Monica Vinader, Ring von Chloé (alles via net-a-porter.com), Tasche von Asos und Ring von Ted Baker.
Und ich will mehr! Das sind meine aktuellen Lieblinge, die (teilweise) sogar erschwinglich sind:
Armreif von Alexander McQueen, Ringe von Maison Martin Margiela, Armreif von Monica Vinader, Ring von Chloé (alles via net-a-porter.com), Tasche von Asos und Ring von Ted Baker.
Montag, 21. Mai 2012
Ich kann nicht leben ohne...
Eigentlich bin ich überhaupt kein Mensch, der auf spezielle Marken fixiert ist. Auf meine mittlerweile fünf Paar Sneaker von Adidas Originals will ich aber nicht mehr verzichten. Nach meiner Hardcore-Sneakerzeit in den 90ern konnte ich mich bis vor zwei Jahren erfolgreich gegen Turnschuhe wehren, bis mir ein Modell von Adidas so gut gefiel, dass ich es haben musste. Dieses Paar besitze ich nun sogar zweimal (ein Reservepaar für alle Fälle, man weiß ja nie) und in drei verschiedenen Farben. Im Gegensatz zu anderen Marken machen die Sneaker von Adidas auch noch bei Größe 41 keine breiten Plattfüße, halten einiges aus (ich sag nur Urlaube an der Nordsee) und bleiben auch noch nach mehr als einem Jahr in Form. Sneaker gehen eben einfach immer.
Und da ich gerade über Adidas rede, empfehle ich heute Abend um 20.15 Uhr den Adidas-Check im Ersten. Er wird wohl leider so oberflächlich bleiben wie der H&M, DM oder McDonalds-Check, aber einschalten kann sicherlich nicht schaden.
Und da ich gerade über Adidas rede, empfehle ich heute Abend um 20.15 Uhr den Adidas-Check im Ersten. Er wird wohl leider so oberflächlich bleiben wie der H&M, DM oder McDonalds-Check, aber einschalten kann sicherlich nicht schaden.
Sonntag, 20. Mai 2012
Siegt letztendlich gut oder böse?
Ein Thema, welches mich momentan immer wieder beschäftigt, ist "das Gleichgewicht von Gut & Böse". Wer ist gut und wer ist böse? Wo zieht man die Grenzen? In diesem Zusammenhang ist es interessant zu beobachten, wie die Justiz "das Böse" bewertet.
Besonders im Gedächtnis blieb mir aus dem Interview, dass ihm in den 16 Jahren kein Täter begegnet ist, der eine Gewaltstraftat begangen hat, bei der wir uns alle fragten - wie kann ein Mensch so etwas tun? - der eine harmonische Kindheit hatte. Der Journalist erzählte auch in Beispielen, was bei den Tätern in ihrer Kindheit teils Schlüsselerlebnisse gewesen sein könnten. Wirklich spannend.
Ein anderer wichtiger Punkt, den er nannte, war, dass er festgestellt hat, dass es in anderen Ländern keine derartigen Schlagzeilen wie hier in Deutschland über die Täter gibt. "Monster", wie beispielsweise ein Täter in der deutschen Boulevardpresse betitelt wurde, gebe es so nicht. Man könne einem Menschen durch ein Verhalten, das nicht der Gesellschaftsordnung entspräche, nicht das menschliche aberkennen.
Die Frage, die ich mir danach nicht zum ersten Mal stellte, lautete, ob hier in Deutschland Täter teilweise durch die Presse noch deutlich mehr bestraft werden als durch die Verurteilung selbst. Die Medien stacheln vielleicht die Gesellschaft so sehr auf, dass der Täter nicht nur zum Außenseiter wird, sondern im gesellschaftlichen Exil bleibt. In diesem Zusammenhang ist es eine weitere spannende Frage, wie viel Verständnis man Tätern solcher Gewalttaten entgegen bringen kann oder sollte.
Wenn man sich mit anderen Menschen unterhält, stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Menschen nach außen hin eine sehr resolute Position gegenüber dem "Bösen" besetzen. Im Gespräch auch gerade mit Leuten, die im Zusammenhang mit dem Gericht, der Polizei oder der Bundeswehr stehen, gibt es oftmals Menschen, die der Meinung sind, dass es Menschen gibt, die nur böse sind.
Ich denke das nicht. Ich glaube, dass jeder dieser Täter und noch nicht polizeilich in Erscheinung getretener Gewalttätiger möglicherweise einen ganz anderen Horizont hat, als der durchschnittliche Mensch, der mitunter ein gutes Stück der Gesellschaftsordnung mitprägt. Anderer Horizont insofern, dass er Begriffe wie Liebe, Familie oder Gerechtigkeit ganz anders kennengelernt hat. Was absolut nicht heißt, dass ich meine, man sollte den Täter nicht verurteilen. Das ist schon alleine aus Gründen der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung wichtig. Natürlich auch der Betroffenen wegen. Inwieweit die Strafe den Betroffenen in Sachen ordentlichem Leben in gesellschaftlichem Sinne hilft, ist wieder eine anderes Thema.
Was ich mich frage, ist, kann man in diesen Tätern insofern psychologisch auf irgendeine Art und Weise überhaupt das in der gesellschaftlichen Regelung als "gut" befundene Verhalten hervorlocken? Oder ist das grundsätzlich auf keine Art und Weise möglich, oder ab einem gewissen Lebenszeitpunkt unmöglich? Und wenn ja, welche Möglichkeiten hat man, im Umfeld dieses Menschens, eine Gewalttat zu verhindern? Oder zu erkennen, dass ein Mensch ein anderes Empfinden von den oben genannten Begriffen hat? Und wie kann man einen Menschen ein einigermaßen angenehmes Leben außerhalb vom Gefängnismauern oder einer psychatrischen Einrichtung, also ohne "Absperrung" oder "Abtrennung" von der Gesellschaft ermöglichen? Geht das überhaupt?
Täterübergreifend erzählte der Journalist jedenfalls, kann man sagen, dass die in welcher Form auch immer ausgeübte Gewalt eine "Suche" oder ein "Schrei" nach Liebe ist.
Was ist gut und was ist böse?
Ich persönlich finde es mehr als spannend, zu erfahren, was "das Böse" in einem Menschen antreibt.
Heute Vormittag hörte ich durch Zufall im Radio ein Interview mit einem Journalisten, der über Gerichtsfälle für die Süddeutsche schreibt, was mich erneut anstieß, über das Thema nachzudenken. Der Mann schreibt, so wurde berichtet, seit 16 Jahren für die Süddeutsche über Täterprofile. Nahezu alle Fälle, die stark in den Medien vertreten waren, hat der Journalist bearbeitet. Er hatte eine eindrucksvoll empathische Art, Täter und ihre Beweggründe erzählen.Besonders im Gedächtnis blieb mir aus dem Interview, dass ihm in den 16 Jahren kein Täter begegnet ist, der eine Gewaltstraftat begangen hat, bei der wir uns alle fragten - wie kann ein Mensch so etwas tun? - der eine harmonische Kindheit hatte. Der Journalist erzählte auch in Beispielen, was bei den Tätern in ihrer Kindheit teils Schlüsselerlebnisse gewesen sein könnten. Wirklich spannend.
Ein anderer wichtiger Punkt, den er nannte, war, dass er festgestellt hat, dass es in anderen Ländern keine derartigen Schlagzeilen wie hier in Deutschland über die Täter gibt. "Monster", wie beispielsweise ein Täter in der deutschen Boulevardpresse betitelt wurde, gebe es so nicht. Man könne einem Menschen durch ein Verhalten, das nicht der Gesellschaftsordnung entspräche, nicht das menschliche aberkennen.
Die Frage, die ich mir danach nicht zum ersten Mal stellte, lautete, ob hier in Deutschland Täter teilweise durch die Presse noch deutlich mehr bestraft werden als durch die Verurteilung selbst. Die Medien stacheln vielleicht die Gesellschaft so sehr auf, dass der Täter nicht nur zum Außenseiter wird, sondern im gesellschaftlichen Exil bleibt. In diesem Zusammenhang ist es eine weitere spannende Frage, wie viel Verständnis man Tätern solcher Gewalttaten entgegen bringen kann oder sollte.
Wenn man sich mit anderen Menschen unterhält, stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Menschen nach außen hin eine sehr resolute Position gegenüber dem "Bösen" besetzen. Im Gespräch auch gerade mit Leuten, die im Zusammenhang mit dem Gericht, der Polizei oder der Bundeswehr stehen, gibt es oftmals Menschen, die der Meinung sind, dass es Menschen gibt, die nur böse sind.
Ich denke das nicht. Ich glaube, dass jeder dieser Täter und noch nicht polizeilich in Erscheinung getretener Gewalttätiger möglicherweise einen ganz anderen Horizont hat, als der durchschnittliche Mensch, der mitunter ein gutes Stück der Gesellschaftsordnung mitprägt. Anderer Horizont insofern, dass er Begriffe wie Liebe, Familie oder Gerechtigkeit ganz anders kennengelernt hat. Was absolut nicht heißt, dass ich meine, man sollte den Täter nicht verurteilen. Das ist schon alleine aus Gründen der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung wichtig. Natürlich auch der Betroffenen wegen. Inwieweit die Strafe den Betroffenen in Sachen ordentlichem Leben in gesellschaftlichem Sinne hilft, ist wieder eine anderes Thema.
Was ich mich frage, ist, kann man in diesen Tätern insofern psychologisch auf irgendeine Art und Weise überhaupt das in der gesellschaftlichen Regelung als "gut" befundene Verhalten hervorlocken? Oder ist das grundsätzlich auf keine Art und Weise möglich, oder ab einem gewissen Lebenszeitpunkt unmöglich? Und wenn ja, welche Möglichkeiten hat man, im Umfeld dieses Menschens, eine Gewalttat zu verhindern? Oder zu erkennen, dass ein Mensch ein anderes Empfinden von den oben genannten Begriffen hat? Und wie kann man einen Menschen ein einigermaßen angenehmes Leben außerhalb vom Gefängnismauern oder einer psychatrischen Einrichtung, also ohne "Absperrung" oder "Abtrennung" von der Gesellschaft ermöglichen? Geht das überhaupt?
Täterübergreifend erzählte der Journalist jedenfalls, kann man sagen, dass die in welcher Form auch immer ausgeübte Gewalt eine "Suche" oder ein "Schrei" nach Liebe ist.
In diesem Kontext frage ich mich ebenfalls, wieviel "gut" und "böse" in jedem von uns steckt. Wie "böse" ist es z.B., wenn ein Manager aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen oder Verlagerung der Produktion nach Fernost viele Mitarbeiter entlässt. Wenn sich Konzernabteilungen gegenseitig attakieren. Wenn Politiker Leichen in anderen Kellern finden, wohl auch, um diesen um seinen Posten zu bringen. Wenn ein Familienvater den Mörder seiner Tochter in Selbstjustiz umbringt. Wie "gut" eine Menschenrechtsorganisation in Wirklichkeit ist. Welche Tathintergründe (Tat an dieser Stelle nicht gleich Straftat) böse und welche gut sind?
Die Gesellschaft hat ihr "gut und böse" jedenfalls klar verbildlicht: Schon seit langer, langer Zeit findet man in der Vorstellung des Menschens das Bild von "Engel und Teufel", um den Zusammenhang für den Menschen greifbarer zu machen.
Und wie wäre denn eine Welt ganz ohne "böse"? Wäre die Welt dann wirklich besser? Stellt nicht "das Böse" auch immer eine gewisse Herausforderung an die eigene Empathie, damit umzugehen an?
Was treibt Menschen an, sich in der einen oder anderen Sache "böse" zu verhalten? Warum macht "böse" manchmal Spaß, wenn man weiß, dass man böse ist? Im Gegensatz zum "Täter" von oben, der nicht unbedingt weiß, dass sein Verhalten böse ist? Wann ist man "böse"? Wenn man andere verletzt? Hat jeder eine andere Schmerzensgrenze? Und nicht zuletzt: Wenn jeder eine andere Schmerzensgrenze hat, wie findet man dann eine gesellschaftliche Ordnung? Wie integrieren sich gesellschaftliche Veränderungen, wie z.B. der Wandel der Rolle der Frau in die gesellschaftliche Ordnung oder besser, wie kann man solche Veränderungen mit aufnehmen?
Und nicht zuletzt die Kernfrage aller Fragen:
Was ist gut und was ist böse?
Dienstag, 15. Mai 2012
Sonntag, 13. Mai 2012
Wovon wir alle in Wirklichkeit träumen - oder "Die große Freiheit"
Dass ich damit nicht die Seitenstraße der Reeperbahn meine, wird spätestens bei den nächsten Zeilen klar:
Im ICE schauen alle komisch, weil ich meine Haarspitzen rot gefärbt habe. Auch für dich ist es ein ungewohnter Anblick: Judita in Sweatshirt. Nach einer schier endlosen Fahrt sind wir endlich da. Steigen aus. Komm, nimm' meine Hand, wir laufen los. Nur noch wenige Meter, dann sind wir da. Wir hören die Wellen heran rauschen. Verlieren uns zwischen den Schafen hier auf dem Deich. Dann ist es endlich da: Der Strand, das Meer. Sand zwischen unseren Zehen...
.. Wenige Tage später haben wir uns schon eingelebt.
Sonne, die uns vergessen lässt, dass es jemals kalt sein könnte. Der Geruch von Sonnencreme erinnert dich an deine Kindheit, sagst du. Ich sehe nur bunte Armreifen, Nägel und Surfbretter. Grüble nicht mehr vor dem Schlafengehen, was ich morgen anziehen könnte und entscheide mich morgens für einen farbigen Bikini und ein unkompliziertes Kleid, dazu Sandalen, fertig.
Meine Schuhe mit zentimerhohen Absätzen erholen sich von den zahlreichen Ausgängen im Winter. Meine Blazer hätte ich besser in eine Kleiderschutzhülle gepackt, damit sie nicht einmotten. In unserem Gepäck nur Windbreaker.
Das Beste ist: An diesem Ort hier gibt es keine verlorenen Außenposten großer Retailer, kein Schuhgeschäft, wovor meine zu Hause gebliebene Freundin, auch wenn es geschlossen hätte, am frühen Sonntagmorgen mir unbedingt nach einer Party mitteilen muss, welches ihr Lieblingspaar ist. "Trends, kann man das Essen?" fragt mich der Verkäufer von Surfbrettern. Ich grinse. Hier gibt es keine Männer in Anzügen, keine Assistentinnen mit zu weit aufgeknöpften Blusen, und dass jemand laut am Telefon mit fünf- und mehrstelligen Summen nur so um sich geworfen hat, haben wir wohl zuletzt im ICE kurz vor Lübeck erlebt.
Du schreibst nicht zig Whats-App-Nachrichten an deinen Freund, um dich zu verabreden. Freitags, denn sonst hat er sowieso nie vor 20 Uhr Schluss. Wäre er hier, würden wir ihn bestimmt im kleinen Küstencafé treffen. Wenn nicht heute, dann vielleicht Morgen. Am Telefon ist kein Produzent mit gebrochenem Englisch, der im Minutentakt anruft - nur das Handy klingelt einmal, als deine Mutter dich fragt, wie braun du schon geworden bist. Beschließe, kurz online zu gehen, damit ich den lieben Zuhausegebliebenen das Bild mit dem ultralässigsten Look inklusive der größten Sonnenbrille via Facebook zur Verfügung stellen kann. Wird dann aber erst doch Morgen. Oder Übermorgen.
Die Benzinpreise interessieren uns wenig, weil wir seit unserer Ankunft aufs Fahrrad umgestiegen sind. Du wunderst dich dafür noch jeden Tag, was aus mir, der fleischfressenden Pflanze, die selten ohne totes Tier und Kuchen auf dem Teller auskam, geworden ist - ich bin plötzlich dauerhungrig auf Salat, Fisch und frische Früchte.
Den anstrengenden Geburtstag der dritten Nichte meiner Patentante muss ich nicht besuchen, nicht nach Fassung ringen, als mein Onkel mich davon überzeugen will, dass Twitter eine geheime Organisation der KGP (Ähnlichkeiten mit einer bekannten Geheimdienstorganisation sind rein zufällig entstanden, liebe Spione!) und mein Vater erzählt auch nicht seiner Schwester, dass ich nicht kochen kann.
Doch lass' uns lieber vom Hier und Jetzt reden. Nachher mieten wir uns Pferde und preschen ohne Sattel über den menschenleeren Strand. Morgen könnte auch ich es dann endlich mit dem Board auf die Wellen wagen. Du stehst sowieso schon seit Tagen drauf und übst Kiteloo, Downloop und Dead Man. Und wenn du mir nicht hilfst, dann macht es der Süße mit längerem, welligen Haar bestimmt.
Bücher mit Titeln wie "Werden Sie Social-Media-Experte" und "Projektmanagement für Fortgeschrittene" warten im Regal auf mich - hier lesen wir lieber von Orten, an denen es ähnlich idyllisch ist: Bullerbyn (dt. Bullerbü) und Vi på Saltkråkan (dt. Ferien auf Saltkrokan) liegen noch auf dem Stapel.
Wenn uns mal langweilig wird, steigen wir die knarzigen Holzbohlen des alten Leuchtturms hinauf, verlieren uns zwischen den Schafen auf dem Deich oder sammeln Muscheln.
Am letzten Abend wird Sand in all' unseren Schuhen, Taschen und auch sonst überall sein. Unser Haar wird von der Sonne gebleicht sein. Am Lagerfeuer merke ich, dass du inzwischen Gitarre spielen kannst. Wie kitschig, denke ich, und grüble darüber, was diesen Sommer wohl noch so alles kitschig war.
Erst mal gehe ich ohne dich auf die Insel - aber vielleicht kommst du ja nach? Wohl wissend, dass es vielleicht die letzte gemeinsame Zeit wird - aber ich glaube an dich und deine Mappe. Und an die große Freiheit.
Ja, die große Freiheit. Die große Freiheit, die man nicht in Fünf-Sterne-Hotels mit riesiger Rutschen-Pool-Anlage und umfangreichem Spa inklusive Schlamm-Schokoladen-Packungen findet. Nicht im All-Inclusive-Buffet und auch nicht im gemütlichsten Hotelbett der Welt. Aber auch nicht zwischen schreienden Blagen, verbräunten Sugar-Daddys in zu knappen, neongelbem Badehöschen im Flirt mit zwei nur in String-Bikinis-bekleideten Poolschönheiten; und auch nicht zwischen der Gruppe von Borussia-Dortmund-Fans (auch hier gilt: rein zufällige Ähnlichkeit zu einem der deutschen Fussballclubs), die einen Eimer mit einer Mischung aus Wodka, Tequila, Rum, Bacardi und eine Zitrone durch ihre langen Strohhalme schlürfen und ein Siegeslied nach dem anderen singen.
Die große Freiheit ist kostenlos. Sich die große Freiheit zu gönnen, kostet. Überwindung. Zeit. Urlaub. Menschen um uns, die nicht direkt in Panik ausbrechen oder einen Ausdruck des Grauens in ihren Augen verstecken müssen, wenn sie an all die Berge Arbeit und Einsamkeit denken müssen, die ohne uns vor ihnen liegt.
Ja, während draussen eine fast schwarze Wolke die andere ablöst, bin ich in Sommerlaune. Schon seit Tagen und so sehr wie schon seit mehreren Jahren nicht mehr.
Ich gehe jetzt Sweatshirts und ein Cape kaufen. Online, versteht sich. Bis zum Winter und meiner Freude, mich dann wieder mit Konsum, Online und zählbegeisterten Betriebswirten auseinanderzusetzen. (Oder bis zu meiner sommerlichen Berichterstattung am nächsten Sonntag!)
Ps. Noch mehr Sommer und eine inselkompatible Anziehsachensammlung gibt es auf meinem Pinterest-Board.
Im ICE schauen alle komisch, weil ich meine Haarspitzen rot gefärbt habe. Auch für dich ist es ein ungewohnter Anblick: Judita in Sweatshirt. Nach einer schier endlosen Fahrt sind wir endlich da. Steigen aus. Komm, nimm' meine Hand, wir laufen los. Nur noch wenige Meter, dann sind wir da. Wir hören die Wellen heran rauschen. Verlieren uns zwischen den Schafen hier auf dem Deich. Dann ist es endlich da: Der Strand, das Meer. Sand zwischen unseren Zehen...
.. Wenige Tage später haben wir uns schon eingelebt.
Sonne, die uns vergessen lässt, dass es jemals kalt sein könnte. Der Geruch von Sonnencreme erinnert dich an deine Kindheit, sagst du. Ich sehe nur bunte Armreifen, Nägel und Surfbretter. Grüble nicht mehr vor dem Schlafengehen, was ich morgen anziehen könnte und entscheide mich morgens für einen farbigen Bikini und ein unkompliziertes Kleid, dazu Sandalen, fertig.
Meine Schuhe mit zentimerhohen Absätzen erholen sich von den zahlreichen Ausgängen im Winter. Meine Blazer hätte ich besser in eine Kleiderschutzhülle gepackt, damit sie nicht einmotten. In unserem Gepäck nur Windbreaker.
Das Beste ist: An diesem Ort hier gibt es keine verlorenen Außenposten großer Retailer, kein Schuhgeschäft, wovor meine zu Hause gebliebene Freundin, auch wenn es geschlossen hätte, am frühen Sonntagmorgen mir unbedingt nach einer Party mitteilen muss, welches ihr Lieblingspaar ist. "Trends, kann man das Essen?" fragt mich der Verkäufer von Surfbrettern. Ich grinse. Hier gibt es keine Männer in Anzügen, keine Assistentinnen mit zu weit aufgeknöpften Blusen, und dass jemand laut am Telefon mit fünf- und mehrstelligen Summen nur so um sich geworfen hat, haben wir wohl zuletzt im ICE kurz vor Lübeck erlebt.
Du schreibst nicht zig Whats-App-Nachrichten an deinen Freund, um dich zu verabreden. Freitags, denn sonst hat er sowieso nie vor 20 Uhr Schluss. Wäre er hier, würden wir ihn bestimmt im kleinen Küstencafé treffen. Wenn nicht heute, dann vielleicht Morgen. Am Telefon ist kein Produzent mit gebrochenem Englisch, der im Minutentakt anruft - nur das Handy klingelt einmal, als deine Mutter dich fragt, wie braun du schon geworden bist. Beschließe, kurz online zu gehen, damit ich den lieben Zuhausegebliebenen das Bild mit dem ultralässigsten Look inklusive der größten Sonnenbrille via Facebook zur Verfügung stellen kann. Wird dann aber erst doch Morgen. Oder Übermorgen.
Die Benzinpreise interessieren uns wenig, weil wir seit unserer Ankunft aufs Fahrrad umgestiegen sind. Du wunderst dich dafür noch jeden Tag, was aus mir, der fleischfressenden Pflanze, die selten ohne totes Tier und Kuchen auf dem Teller auskam, geworden ist - ich bin plötzlich dauerhungrig auf Salat, Fisch und frische Früchte.
Den anstrengenden Geburtstag der dritten Nichte meiner Patentante muss ich nicht besuchen, nicht nach Fassung ringen, als mein Onkel mich davon überzeugen will, dass Twitter eine geheime Organisation der KGP (Ähnlichkeiten mit einer bekannten Geheimdienstorganisation sind rein zufällig entstanden, liebe Spione!) und mein Vater erzählt auch nicht seiner Schwester, dass ich nicht kochen kann.
Doch lass' uns lieber vom Hier und Jetzt reden. Nachher mieten wir uns Pferde und preschen ohne Sattel über den menschenleeren Strand. Morgen könnte auch ich es dann endlich mit dem Board auf die Wellen wagen. Du stehst sowieso schon seit Tagen drauf und übst Kiteloo, Downloop und Dead Man. Und wenn du mir nicht hilfst, dann macht es der Süße mit längerem, welligen Haar bestimmt.
Bücher mit Titeln wie "Werden Sie Social-Media-Experte" und "Projektmanagement für Fortgeschrittene" warten im Regal auf mich - hier lesen wir lieber von Orten, an denen es ähnlich idyllisch ist: Bullerbyn (dt. Bullerbü) und Vi på Saltkråkan (dt. Ferien auf Saltkrokan) liegen noch auf dem Stapel.
Wenn uns mal langweilig wird, steigen wir die knarzigen Holzbohlen des alten Leuchtturms hinauf, verlieren uns zwischen den Schafen auf dem Deich oder sammeln Muscheln.
Am letzten Abend wird Sand in all' unseren Schuhen, Taschen und auch sonst überall sein. Unser Haar wird von der Sonne gebleicht sein. Am Lagerfeuer merke ich, dass du inzwischen Gitarre spielen kannst. Wie kitschig, denke ich, und grüble darüber, was diesen Sommer wohl noch so alles kitschig war.
Erst mal gehe ich ohne dich auf die Insel - aber vielleicht kommst du ja nach? Wohl wissend, dass es vielleicht die letzte gemeinsame Zeit wird - aber ich glaube an dich und deine Mappe. Und an die große Freiheit.
Ja, die große Freiheit. Die große Freiheit, die man nicht in Fünf-Sterne-Hotels mit riesiger Rutschen-Pool-Anlage und umfangreichem Spa inklusive Schlamm-Schokoladen-Packungen findet. Nicht im All-Inclusive-Buffet und auch nicht im gemütlichsten Hotelbett der Welt. Aber auch nicht zwischen schreienden Blagen, verbräunten Sugar-Daddys in zu knappen, neongelbem Badehöschen im Flirt mit zwei nur in String-Bikinis-bekleideten Poolschönheiten; und auch nicht zwischen der Gruppe von Borussia-Dortmund-Fans (auch hier gilt: rein zufällige Ähnlichkeit zu einem der deutschen Fussballclubs), die einen Eimer mit einer Mischung aus Wodka, Tequila, Rum, Bacardi und eine Zitrone durch ihre langen Strohhalme schlürfen und ein Siegeslied nach dem anderen singen.
Die große Freiheit ist kostenlos. Sich die große Freiheit zu gönnen, kostet. Überwindung. Zeit. Urlaub. Menschen um uns, die nicht direkt in Panik ausbrechen oder einen Ausdruck des Grauens in ihren Augen verstecken müssen, wenn sie an all die Berge Arbeit und Einsamkeit denken müssen, die ohne uns vor ihnen liegt.
Ja, während draussen eine fast schwarze Wolke die andere ablöst, bin ich in Sommerlaune. Schon seit Tagen und so sehr wie schon seit mehreren Jahren nicht mehr.
Ich gehe jetzt Sweatshirts und ein Cape kaufen. Online, versteht sich. Bis zum Winter und meiner Freude, mich dann wieder mit Konsum, Online und zählbegeisterten Betriebswirten auseinanderzusetzen. (Oder bis zu meiner sommerlichen Berichterstattung am nächsten Sonntag!)
Ps. Noch mehr Sommer und eine inselkompatible Anziehsachensammlung gibt es auf meinem Pinterest-Board.
Dienstag, 8. Mai 2012
Online Fundstück: iPhone Cases von Karl
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| Fotos via karl.com |
Sonntag, 6. Mai 2012
KLARTEXT - ein Motivationsschreiben
Klartext ist nicht nur das Thema meiner ersten Kolumne, sondern auch das Motto meiner regelmäßigen Beiträge hier auf BaBÄM.
Was eigentlich klar sein sollte, verlangt meiner Meinung nach dennoch nach einem eigenen Beitrag, da es nicht oft genug umgesetzt wird.
Kennen wir nicht alle die Situation, dass unsere Freundin ein unvorteilhaftes Kleid trägt und wir ihr das nicht sagen? Das Essen, das unser Bruder mit Liebe gekocht hat, ist leider ungenießbar, aber wir sagen nichts, weil er sich so viel Mühe gegeben hat? Unserer Sitznachbarin aus der Uni, die so unglaublich lustig ist, sagen wir lieber nicht, dass sie die Russisch-Prüfung mit so vielen Witzen und so wenig Lernen nicht bestehen wird? Damit es keinen Stress im Team gibt, verzichten wir darauf, unserer Kollegin zu sagen, dass wir das Gefühl haben, 80% der Arbeit zu erledigen?
All die Beispiele sind beabsichtigt noch vergleichsweise harmlos gewählt, natürlich gibt es in Sachen Klartext auch noch bedeutend schlimmere Beispiele. Aber schlimme Nachrichten gibt es schon genug und diese Beispiele beschreiben sicher auch, worum es geht.
Die Gründe fürs Schweigen können vielfältig sein: Dem Frieden und der Harmonie zuliebe; Angst, sich konfrontieren zu müssen, seine Meinung vielleicht noch weiter verteidigen zu müssen oder die Meinung über die eigene Person ins Negative zu wenden; oder auch einen geliebten Menschen zu verletzen oder gar zu verlieren...
Dass man so viel Aufmerksamkeit mit Klartext generieren kann, ist eigentlich unglaublich. Sicher, es erfordert einen gewissen Mut, Klartext zu sprechen. Am Ende haben dann aber beide Seiten etwas davon: Dein Gegenüber kann sich überlegen, was er damit macht. Wovor die meisten Bedenken bis hin zu Angst verspüren, ist die Reaktion, die Klartext auslöst. Menschen, die weniger kritikfähig sind, fühlen sich schnell angegriffen, deshalb ist es notwendig, den Klartext sachlich zu formulieren. Schlimmstenfalls kann es passieren, dass je nach Inhalt dein Gegenüber den Kontakt abbricht - gerade auch wenn sich alles um zwischenmenschliche Beziehungen dreht. Das liegt nicht mehr in deiner Hand und mit deiner Offenheit hast du alles dafür getan, um der Beziehung mit Ehrlichkeit zu mehr Tiefe zu verhelfen. Wenn dein Gegenüber das nicht würdigt, ist es vielleicht besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Wichtig ist, dass es dabei nicht darum geht, den anderen mit deutlichen Worten zu verletzen - viel mehr sollte es darum gehen, sachliche Kritik oder die eigene Meinung zu äußern. Bestenfalls wird man dir das mit einer verbesserten zwischenmenschlichen Beziehung danken. Vielleicht verhilfst du deinem Gegenüber dazu, dich mehr zu respektieren (sicherlich gerade auch im Job vom Vorteil) und vielleicht wird er dir auch seine Meinung offen sagen. In jedem Falle aber lernt dein Gegenüber dich und deinen Geschmack, deine Meinung und Einstellung besser kennen.
Und sind nicht gerade die Menschen deine besten Freunde, mit denen du offen reden kannst?
Vielleicht kauft sich unsere Freundin jetzt ein anderes Kleid und geht wieder mit uns essen, weil sie sich nicht mehr zu dick fühlt und keine Diät mehr machen will. Unser Bruder besucht vielleicht einen Kochkurs und unsere Sitznachbarin aus der Uni gründet mit uns eine Lerngruppe. Unsere Kollegin fragt dich nun öfter um Hilfe und allein ihr Engagement, mehr zu leisten, bringt dem Team einen hilfreichen Motivationsschub.
Ich plädiere also für Klartext, weil das Leben danach weitergehen kann. Wenn auch vielleicht in eine andere Richtung. In gewissen Dingen sind wir auf unsere Mitmenschen angewiesen, die uns sagen, was wir nicht können oder was wir falsch machen, denn auch mit der eigenen Person kann man schnell "betriebsblind" werden. Wenn wir uns eine Verbesserung in diesen Dingen wünschen, lohnt sich ein Gespräch immer auch für uns selbst, und sei es nur, um zu erkennen, das man gänzlich verschiedene Meinungen hat und unterschiedliche Wege an dieser Kreuzung einschlagen wird.
Wer nicht weiß, was andere stört, kann sich nicht überlegen, ob er was ändert.
Damit zwingt jeder, der nicht Klartext mit seinem Gegenüber spricht, ihn zum Innehalten.
Das kann Minuten, Stunden oder Tage dauern, schlimmstenfalls aber auch Jahre. Und bitte was rechtfertigt es, jemanden so lange aufzuhalten?
Was eigentlich klar sein sollte, verlangt meiner Meinung nach dennoch nach einem eigenen Beitrag, da es nicht oft genug umgesetzt wird.
Kennen wir nicht alle die Situation, dass unsere Freundin ein unvorteilhaftes Kleid trägt und wir ihr das nicht sagen? Das Essen, das unser Bruder mit Liebe gekocht hat, ist leider ungenießbar, aber wir sagen nichts, weil er sich so viel Mühe gegeben hat? Unserer Sitznachbarin aus der Uni, die so unglaublich lustig ist, sagen wir lieber nicht, dass sie die Russisch-Prüfung mit so vielen Witzen und so wenig Lernen nicht bestehen wird? Damit es keinen Stress im Team gibt, verzichten wir darauf, unserer Kollegin zu sagen, dass wir das Gefühl haben, 80% der Arbeit zu erledigen?
All die Beispiele sind beabsichtigt noch vergleichsweise harmlos gewählt, natürlich gibt es in Sachen Klartext auch noch bedeutend schlimmere Beispiele. Aber schlimme Nachrichten gibt es schon genug und diese Beispiele beschreiben sicher auch, worum es geht.
Die Gründe fürs Schweigen können vielfältig sein: Dem Frieden und der Harmonie zuliebe; Angst, sich konfrontieren zu müssen, seine Meinung vielleicht noch weiter verteidigen zu müssen oder die Meinung über die eigene Person ins Negative zu wenden; oder auch einen geliebten Menschen zu verletzen oder gar zu verlieren...
Dass man so viel Aufmerksamkeit mit Klartext generieren kann, ist eigentlich unglaublich. Sicher, es erfordert einen gewissen Mut, Klartext zu sprechen. Am Ende haben dann aber beide Seiten etwas davon: Dein Gegenüber kann sich überlegen, was er damit macht. Wovor die meisten Bedenken bis hin zu Angst verspüren, ist die Reaktion, die Klartext auslöst. Menschen, die weniger kritikfähig sind, fühlen sich schnell angegriffen, deshalb ist es notwendig, den Klartext sachlich zu formulieren. Schlimmstenfalls kann es passieren, dass je nach Inhalt dein Gegenüber den Kontakt abbricht - gerade auch wenn sich alles um zwischenmenschliche Beziehungen dreht. Das liegt nicht mehr in deiner Hand und mit deiner Offenheit hast du alles dafür getan, um der Beziehung mit Ehrlichkeit zu mehr Tiefe zu verhelfen. Wenn dein Gegenüber das nicht würdigt, ist es vielleicht besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Wichtig ist, dass es dabei nicht darum geht, den anderen mit deutlichen Worten zu verletzen - viel mehr sollte es darum gehen, sachliche Kritik oder die eigene Meinung zu äußern. Bestenfalls wird man dir das mit einer verbesserten zwischenmenschlichen Beziehung danken. Vielleicht verhilfst du deinem Gegenüber dazu, dich mehr zu respektieren (sicherlich gerade auch im Job vom Vorteil) und vielleicht wird er dir auch seine Meinung offen sagen. In jedem Falle aber lernt dein Gegenüber dich und deinen Geschmack, deine Meinung und Einstellung besser kennen.
Und sind nicht gerade die Menschen deine besten Freunde, mit denen du offen reden kannst?
Vielleicht kauft sich unsere Freundin jetzt ein anderes Kleid und geht wieder mit uns essen, weil sie sich nicht mehr zu dick fühlt und keine Diät mehr machen will. Unser Bruder besucht vielleicht einen Kochkurs und unsere Sitznachbarin aus der Uni gründet mit uns eine Lerngruppe. Unsere Kollegin fragt dich nun öfter um Hilfe und allein ihr Engagement, mehr zu leisten, bringt dem Team einen hilfreichen Motivationsschub.
Ich plädiere also für Klartext, weil das Leben danach weitergehen kann. Wenn auch vielleicht in eine andere Richtung. In gewissen Dingen sind wir auf unsere Mitmenschen angewiesen, die uns sagen, was wir nicht können oder was wir falsch machen, denn auch mit der eigenen Person kann man schnell "betriebsblind" werden. Wenn wir uns eine Verbesserung in diesen Dingen wünschen, lohnt sich ein Gespräch immer auch für uns selbst, und sei es nur, um zu erkennen, das man gänzlich verschiedene Meinungen hat und unterschiedliche Wege an dieser Kreuzung einschlagen wird.
Wer nicht weiß, was andere stört, kann sich nicht überlegen, ob er was ändert.
Damit zwingt jeder, der nicht Klartext mit seinem Gegenüber spricht, ihn zum Innehalten.
Das kann Minuten, Stunden oder Tage dauern, schlimmstenfalls aber auch Jahre. Und bitte was rechtfertigt es, jemanden so lange aufzuhalten?
Mittwoch, 2. Mai 2012
Wenn das iPhone die Kamera ersetzt
Seit knapp drei Monaten bin ich stolze iPhone-Besitzerin und habe mir innerhalb kürzester Zeit die schlechte Angewohnheit angeeignet, alles mit der Kamera festhalten und bei Instagram hochladen zu müssen. Spazierengehen ist manchmal gar nicht mehr möglich, da ich ständig an irgendwelchen Ecken Motive sehe, die festgehalten werden müssen. Früher hätte ich meine Kamera mitgeschleppt, mittlerweile reicht ein kurzer Fingertipp aufs iPhone und das Motiv ist im Kasten. Die Qualität ist natürlich mit einer Spiegelreflex nicht zu vergleichen, vor allem im Makrobereich und bei schlechten Bildverhältnissen stößt die Linse an ihre Grenzen. Aber wofür gibt es schließlich schicke Instagram-Filter? Bei den folgenden Fotos habe ich allerdings bewusst auf diese Filter verzichtet, da ich sie in ihrer Rohfassung schon toll fand.
Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals Handyfotos bloggen würde.
Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals Handyfotos bloggen würde.
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