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Modedesign Ausbildung – Die perfekte Vorstellungsmappe

Im Gegensatz zu „normalen“ Studiengängen hängt das Studium/die Ausbildung zum Modedesigner nicht etwa von einem Numerus clausus ab, sondern von einer Mappe. Damit man angenommen wird, muss man die Schulleitung der neuen Modeschule meist mit wenigen Fotos, Bildern oder Collagen von sich und seiner Kreativität überzeugen. Und das ist gar nicht so leicht.

Vorstellungsmappe zusammenstellen

Das Wichtigste ist, dass eure Mappe vielfältig gestaltet ist und möglichst viele Stile von eurem Können zeigt. Das können beispielsweise gemalte Bilder, Skizzen, Illustrationen, Fotos und auch Collagen sein, die nicht zwangsläufig etwas mit Mode zu tun haben müssen. In meiner Mappe waren damals rund 15 Bilder und Fotos, die ich während meiner Schulzeit angefertigt habe. Neben einigen Modeskizzen habe ich mich noch mit Porträtzeichnungen, einer kubistischen Collage einer Parfumwerbung, einigen Fotos und mehreren Bleistift/Buntstiftzeichnungen vorgestellt. Von mehr als 20 Bildern in der Mappe würde ich euch jedoch abraten.

Die besten Zeichnungen bringen allerdings nichts, wenn sie nicht angemessen präsentiert werden. Klebt eure Werke unbedingt sauber auf schwarze Pappe. So kommen eure Bilder und Fotos nämlich noch besser zur Geltung. Auch bei der Mappe selbst sollte man nicht auf seine Diddl-Mappe aus der Schulzeit zurückgreifen. Ich würde euch zu einem Sichtbuch in DIN A3-Größe oder einer schwarzen Sammelmappe mit Gummizug oder zum Binden raten. Beides wird auch während des Studiums sehr oft gebraucht und kostet ab zehn Euro.

Am besten denkt ihr euch im Vorfeld eine kleine Präsentation zu eurer Mappe aus:

  • Was zeigt das Bild?
  • Wann und mit welchen Materialien wurde es gefertigt?
  • Was gefällt dir besonders gut?
  • Was nicht (ja, man darf auch zu seinen Schwächen stehen!)?

So überbrückt man auch perfekt peinliche Gesprächspausen.

Natürlich solltet ihr euch auch Gedanken über eure persönliche Präsentation machen. Ich habe mich damals im biederen schwarzen Hosenanzug vorgestellt – und war natürlich total overdressed. Jeans sind völlig in Ordnung, wenn sie nicht total ausgewaschen oder zerfranst sind. Dazu passt ein Pulli, Bluse oder Blazer – je nachdem, wie ihr euch im Alltag kleidet. Es gibt nichts Schlimmeres als sich bei so einem wichtigen Vorstellungsgespräch unwohl und verkleidet zu fühlen – das merkt das Gegenüber nämlich sehr schnell.

Zum Schluss solltet ihr unbedingt im Klaren über eure persönliche Motivation sein. Erzählt etwas über euch, wo ihr herkommt und was eure Hobbys sind. Haltet euch aber kurz. Zudem solltet ihr folgende Fragen beantworten können:

  • Warum will ich eigentlich Modedesign studieren?
  • Und warum genau an dieser Schule?
  • Was erhoffe ich mir von der Ausbildung?
  • Fragen an die Schulleitung sind gerne gesehen und zeugen von Interesse. Ihr könnt euch beispielsweise über die Dozenten informieren oder auch fragen, welche Verbindung die Schule zur Industrie oder zum Handel pflegt.

Viele Schulen bieten spezielle Mappen-Vorbereitungskurze an, die ihr unbedingt nutzen solltet. Nur so erfahrt ihr aus erster Hand, was gefordert wird und könnt euch perfekt vorbereiten.

Hallo!


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