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Modedesigner Ausbildung – Studienfach Modezeichnen

Nachdem ich in meiner „Traumberuf Modedesigner„-Reihe alle wichtigen Fakten rund um die Ausbildung selbst gezeigt habe, widme ich mich in den kommenden Wochen den Studieninhalten. Was lernt man eigentlich als Modedesigner? Den größten Teil macht(e jedenfalls an meiner Schule) die kreative Arbeit aus: Zeichnen, Entwerfen und Nähen. Deshalb macht den Anfang auch das Modezeichnen.

Modezeichnen lernen

Ich kann mich erinnern, dass ich vor meiner ersten Zeichenstunde ganz schön nervös war. Ich hatte vorher noch nie ohne Vorlage Menschen, geschweige denn Models gezeichnet. Es fing mit einfachen Zeichenübungen an, die uns die Anatomie des Körpers näher bringen sollten – wirklich viel hat es allerdings nicht gebracht, da Modezeichnungen alles andere als realistisch sind. Uns wurde schon sehr früh beigebracht, dass Arme und Beine der Figurinen immer länger gezeichnet werden, ebenso der Hals. Quasi als „Ausgleich“ wurde zeitgleich zwei Semester Aktzeichnen angeboten, das uns die Anatomie des Körpers beigebrachte. Ich habe den Kurs damals zwar gehasst, rückblickend hat er mir jedoch extrem viel gebracht.

In den ersten drei Semestern wurden nur Frauen gezeichnet, anschließend Kinder und Männer. Frauen waren voll mein Ding, dafür habe ich Kinder und Männer gehasst. Auch Gesichter, Hände und Füße fand ich furchtbar. Dafür hätte ich stundenlang Schuhe, Taschen und Accessoires skizzieren können.

In den ersten vier Semestern hatte ich denselben Dozenten, was mich meiner Meinung nach daran gehindert hat einen eigenen Stil zu entwickeln. Wir mussten die Figurinen immer strikt nach seinen Vorstellungen zeichnen, die nicht schlecht, aber veraltet waren. Erst im vorletzten und letzten Semester konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen, was für meine Entwicklung leider zu spät war. Ich konnte zwar Figurinen nach Vorlage zeichnen, dafür selbst nur sehr schwer welche erstellen. Meine Stärken lagen dafür bei technischen Zeichnungen, die ich anfangs noch mühsam mit Lineal und Fineliner gezeichnet und anschließend in Corel Draw erstellt habe.

Zu Beginn des Studiums wird einem gepredigt, dass man sich unbedingt ein Skizzenbuch anlegen soll, in dem man nicht nur Gedankenblitze skizzieren, sondern auch an seinen Zeichnungen arbeiten kann. Ich würde euch auch unbedingt dazu raten, da ich das damals nicht gemacht habe – und vielleicht auch deswegen keinen eigenen Stil entwickelt habe.

Hallo!


Zwo, eins, Risiko!

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