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Kleidung verkaufen: eBay vs Kleiderkreisel vs Mädchenflohmarkt vs Rebelle

Wer viel Mode konsumiert, bekommt schnell Platzprobleme. Ich habe in den letzten Monaten meinen Kleiderschrankinhalt fast halbiert und alle Teile aussortiert, die mir nicht mehr gefallen, nicht mehr stehen oder nie getragen wurden. Doch wo bekommt man für seine ausgemusterten Kleidungsstücke am meisten? eBay, Kleiderkreisel oder Mädchenflohmarkt?


eBay: Vor drei Jahren habe ich für Teile von H&M oder Zara im sehr guten Zustand teilweise den Originalpreis bekommen. Diese Zeiten sind mittlerweile leider vorbei. Der Markt ist übersättigt, da jeder seinen Kram bei eBay loswerden möchte – dementsprechend gering fallen die Preise aus. Gut laufen hingegen Markenklamotten von höherpreisigen Marken oder Teile, die stark gehypt werden. So habe ich Anfang des Jahres für einen „Blogger-Schal“ von Zara, der 19,90 Euro gekostet hat, knapp 60 Euro bekommen. Taschen von Liebeskind zum Beispiel wird wird man auch noch für einen sehr guten Preis dort los.
Die Verkaufsprovision für Auktionen und Festpreisangebote liegt bei zehn Prozent, die man vorher unbedingt einkalkulieren sollte. Hinzu kommen Kosten für Zusatzoptionen wie Startzeitplanung oder Mindestpreis. Trotz der Gebühren gefällt mir eBay von der Verkaufsabwicklung am besten. Man hat keinen direkten Kontakt zu den Käufern und wird von der Seite unterstützt, falls der Käufer nicht bezahlt.

Kleiderkreisel: Die Seite war schon immer die Verkaufsplattform mit dem höchsten Unterhaltungsfaktor. Man hatte oft mit zickigen, nervigen und schlecht erzogenen Gören zu tun, die nicht bezahlen wollten oder einen sogar beleidet haben. Ich möchte natürlich nicht alle User der Seite über einen Kamm scheren, da ich auch schon sehr positive Erfahrungen gemacht habe. Die Negativen bleiben jedoch hängen.

Kleiderkreisel wollte Geld verdienen und führte Anfang 2016 Verkaufsgebühren ein. Der Shitstorm war so groß, dass die Verkaufsplattform letztendlich nachgab und Transaktionen, die mit Banküberweisung bezahlt werden, seit August 2016 wieder kosenlos sind. Generell sollte man einen langen Atem haben, wenn man seine Kleidung im Kleiderkreisel zum Verkauf anbietet. Manche Teile bin ich erst nach drei Monaten los geworden.

Mädchenflohmarkt: Auf dieser Verkaufsplattform habe ich bisher die wenigsten Erfahrungen gemacht. Wie bei eBay liegt die Verkaufsprovision bei zehn Prozent des Verkaufspreises, das Einstellen des Produkts ist hingegen kostenlos. Man hat keinen direkten Kontakt mit dem Käufer, da die Verkaufsdaten (PayPal oder Überweisung) dort hinterlegt sind. Generell habe ich jedoch den Eindruck, dass die Geschäfte bei Mädchenflohmarkt schleppender laufen, da die meisten bei eBay oder im Kleiderkreisel suchen.

Rebelle: Wer sich von hochpreisen Designerteile trennen möchte, sollte diese Second Hand Verkaufsplattform in Erwägung ziehen. Du kannst deine Teile entweder selbst reinstellen oder den Concierge-Service nutzen, der für 15 Euro pro Artikel alles übernimmt. Der Vorteil: Jedes Kleidungsstück muss zu Rebelle geschickt werden und wird dort auf Echtheit kontrolliert. So sind Fakes ausgeschlossen. Der größte Nachteil sind die hohen Gebühren: Eine Einstellungsgebühr plus  ein unübersichtliches Provisionsmodell, das sich nach dem Preis richtet, schmälert den Gewinn erheblich. Beispielrechnung von Rebelle:

Wenn du dort ein Kleid für 200 € verkaufen möchtest, berechnet sich die Kommission wie folgt:
17 € (pauschal für die ersten 40 €)
+ 36,30 € (33% für die nächsten 110 € der Spanne von 41 bis 150 €)
+ 15 € (30% für die verbleibenden 50 € der Spanne von 151 bis 500 €)
———-
= 68 €

Ich würde mich für so einen geringen Gewinn nicht von meinen Designerteilen trennen, zumindest nicht bei Rebelle.

 

Meine Klamotten sind fehlerhaft – was nun?

Wenn deine Kleidungsstücke kleine Macken haben, wirst du  sie nur schwer bei eBay oder im Kleiderkreisel los. Die vorletzte Möglichkeit ist ein Stand auf dem Flohmarkt. Man bekommt allerdings auch dort schon lange nicht mehr das, was man noch vor drei Jahren für Kleidung bekommen hat.
Die letzte Möglichkeit ist die Entsorgung. Bevor du deine Teile wegwirfst, solltest du unbedingt checken, ob du deine alten Klamotten nicht lieber in die lokale Kleiderspende gibst oder sie beispielsweise bei H&M abgibst. Die Schweden nehmen Altkleider von jeder Marke in jedem Zustand an und recyceln sie. Als „Dankeschön“ erhält man von H&M einen 15 Prozent Gutschein für ein Teil.

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