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Traumberuf Modedesigner – Kollektionsmappen

Du kannst ein noch so guter Zeichner sein, wenn du nicht weißt, wie man eine Kollektion erstellt, solltest du die Berufswahl Modedesigner dringend überdenken. Um uns für den harten Berufsalltag vorzubereiten, mussten wir während unserer Ausbildung jedes Semester eine Kollektion mit passender Mappe erstellen. Im ersten Semester sollten wir eine Mini-Kollektion mit einer Handvoll Teilen entwerfen. Im Sechsten waren es gleich zwei Kollektionen mit jeweils mindestens zehn Teilen plus Inspirationsboard und Stoffvorschlägen.

An das genaue Thema der ersten Kollektionsmappe kann ich mich leider nicht mehr erinnern, es muss aber von Pop Art und Roy Lichtenstein inspiriert worden sein. Meine „Kollektion“ umfasste drei Teile, die ich damals noch von Hand gezeichnet habe. Eine grandiose Arbeit war das sicherlich nicht, vor allem, weil ich damals noch keine Ahnung hatte, was eine Kollektion ausmacht. Aber wer hätte gedacht, dass ich mit dieser Arbeit einen Grundstein für meine Abschlusskollektion lege?

Ich habe schnell gemerkt, dass das Erstellen technischer Zeichnungen genau mein Ding ist. Andere haben Kollektionsmappen gehasst, für mich waren sie immer ein Highlight des Semesters. Meine erste Arbeit mit Photoshop war die Kinderkollektion „Look at me“, für die ich allerdings die schlechteste Note der ganzen Ausbildung bekam. Meine Dessousmappe im vierten Semester wurde auch nicht besser benotet, dennoch mag ich sie sehr. Zu dieser Zeit habe ich zum ersten Mal gemerkt, welche Möglichkeiten man dank Photoshop und Corel Draw hat.

Wenn ich auf all meine Arbeiten zurückblicke, fand mein größter Sprung zum fünften Semester statt, in dem ich auch meine Abschlusskollektion designt habe. Zu dieser Zeit habe ich so gut alles mit Photoshop oder Corel Draw erstellt, während andere noch gezeichnet und ihre Entwürfe auf Pappe geklebt haben. Zurückblickend bin ich ein wenig stolz auf mich, da ich damals keinerlei Unterstützung von der Schule bekommen habe und ich mir, bis auf eine Corel Draw-Schulung, alles selbst beigebracht habe – vor allem Photoshop.

Die letzte Mappe im sechsten Semester beinhaltete die Herrenkollektionen „Jäger und Sammler“ und „Rock it“. Obwohl ich damals oft den Eindruck hatte, dass ich designtechnisch nicht zu den stärksten gehörte, hat die Gestaltung meiner Mappen vor allem in den letzten Semestern oft viel rausgeholt. Noch heute schaue ich mir vor allem die letzte Mappe gerne an, da ich das meiste genauso wieder machen würde.

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