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Gardasee: Von traumhaften Landschaften und überfüllten Städten

Es gibt Orte, die so einmalig sind, dass man sie nie wieder vergisst. Für mich gehört ab sofort der Gardasee dazu. Wasser, Berge, blauer Himmel, Erholung pur und grandioses Essen. Was will man mehr?

Wer ständig online ist, braucht mindestens einmal im Jahr eine Auszeit von allem. Zwei Wochen war ich am Gardasee von der Außenwelt abgeschnitten, keinen Fernseher, kein Wlan, kein Facebook, kein Snapchat, keine E-Mails, kein LTE. Der einzige Stress war, dass ich mich zwischen Pizza und Pasta entscheiden musste.

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Die Scaligerburg in Sirmione

Der Gardasee ist der perfekte Ort, um abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen. Ich habe so viele einmalige Eindrücke bekommen und vor allem das Wetter hat mich buchstäblich umgehauen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass es dort Ende August/Anfang September „kühler“ wird, aber denkste. Wir hatten konstant 33 Grad und Sonnenschein, was manchmal zu viel für meinen deutschen, schlechtes Wetter gewöhnten Kreislauf war.

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Das Castello Scaligero in Malcesine

Den Charme des Gardasees machen nicht nur die Berge und der See selbst aus, sondern vor allem die Orte. Limone war für mich der schönste Ort auf der ganzen Reise (mehr dazu folgt in einem separaten Post), der Besuch in Sirmione hingegen der absolute Horror. Die Stadt ist mit ihrer einmaligen Lage als Halbinsel, der Scaligerburg und der Altstadt ohne Frage malerisch – aber nicht, wenn man sich mit Tausenden Touristen durch die engen Gassen quetschen muss. In keinem Ort am Gardasee war die Dichte an nervigen Touristen so hoch wie dort. Ich hatte die Stadt in so schönerer Erinnerung, aber der Tourismus hat sie mittlerweile vollkommen vereinnahmt. Gardasee-Orte, die Touristenbomber aka Reisebusse von der Autobahn aus schnell erreichen können, sind leider generell extrem überlaufen.

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Malcesine von oben

Etwas ruhiger war es in Malcesine. Die Stadt ist vor allem bei Wanderern beliebt, die mit der Seilbahn auf den Monte Baldo fahren. Natürlich wollten wir uns den einmaligen Ausblick auf den gesamten Gardasee von dem Berg aus auch nicht entgegen lassen, allerdings kam auf dem Weg zur Station schnell die Ernüchterung, dass dieses Vorhaben auch noch hundert andere Touristen hatten. Bei einer Wartezeit von zwei Stunden in der prallen Sonne haben wir uns dagegen entschieden und stattdessen das Castello Scaligero besucht, von dem man auch einen tollen Blick über den Gardasee hat. Wenn ihr also auf den Monte Baldo möchtet, solltet ihr euch unbedingt vorher online oder am Gardasee Tickets kaufen.

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Blick vom archäologischen Naturpark in Manerba

Apropos grandioser Ausblick: Den hat man auch vom Parco Archeologico Naturalistico in Manerba del Garda. Vom Parkplatz am Museum sind es zu Fuß nur wenige Hundert Meter einen steilen Berg rauf und man kann bei gutem Wetter über den gesamten Gardasee blicken. Leider war es an dem Tag, an dem ich dort war, sehr diesig, daher sieht man „nur“ den südlichen Gardasee bis zum Beginn der Berge.

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Blick auf das Ostufer

Wir waren in unserem Urlaub bis auf Malcesine nur am Westufer unterwegs, da man mit dem Auto nicht einmal eben auf die andere Seite des Sees kommt, ohne stundenlang unterwegs zu sein. Für 30 Kilometer ist man locker eine halbe Stunde unterwegs, weil man sich durch verwinkelte Straßen, zu enge Tunnel oder überfüllte Hauptstraßen quetschen muss (die passiv aggressiven italienischen Autofahrer nicht zu vergessen). Dafür ist die Aussicht gerade auf den Straßen rund um Limone einmalig.

Der schiefe Turm von Riva
Der schiefe Turm von Riva

Bei einem Trip an den Gardasee sollte man also genügend Spritgeld einplanen, da man dort alles (und damit meine ich wirklich alles) nur mit dem Auto erreichen kann. Fußgänger- und Fahrradwege? Da lacht der Italiener. Dafür findet man überall genügend Parkplätze.

Mein Tipp: Die schönsten Plätze entdeckt man, wenn man einfach drauf losfährt und spontan in einem vielen Örtchen anhält. In Salò oder Gargnano zum Beispiel sind noch viele Einheimische unterwegs und die Städte sind dementsprechend ruhiger als die Touristenhochburgen. Ich war auf jeden Fall nicht das letzte Mal am Gardasee. Was für ein wunderschönes Fleckchen Erde! ❤️

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