BABÄM

Wenn Nackenschmerzen zum Alltag gehören + was mir geholfen hat

Homeoffice ist grandios. Man kann sich seine Zeit selbst einteilen, Pausen machen, wann man möchte und hat Ruhe vor nervigen Kollegen. Der Nachteil: Man hängt wie ein Affe vor dem Rechner und niemand merkt es (noch nicht einmal man selbst). Hallo Nackenschmerzen!

Chronische Nackenschmerzen sind seit Jahren fester Bestandteil meines Alltags. Es gibt Tage, an denen ich keine Probleme habe und jene, an denen nichts mehr geht. Solche hatte ich im Urlaub bei einem Ausflug nach Verona. Ich habe weder Tasche noch Rucksack getragen (sonst ein garantierter Auslöser für Schmerzen), und trotzdem hat mein Nacken nach kürzester Zeit verkrampft. Ich bekam stechende Schmerzen, die so stark waren, dass ich nicht mehr richtig gehen konnte und mich ständig gekrümmt habe. Es folgten drei Tage übelste Kopfschmerzen und ein komplett steifer Nacken/Schulterbereich. In so einer Situation hilft nur noch die Schmerztablette.

Woher meine starken Nackenprobleme kommen, weiß ich selbst nicht so genau. Es ist wohl eine Mischung aus zu schweren Schulranzen, tief hängenden Eastpaks, zu vielem Bahnfahren, der Arbeit am PC und einer schiefen Körperhaltung.

Über die Jahre habe ich vieles ausprobiert: Ich war in der Rückenschule, habe Massage bekommen und war bei fünf verschiedenen Physiotherapeuten, die alle eine andere Therapie vorgeschlagen haben. Wirklichen geholfen hat mir erst regelmäßiges Einrenken, Akupunktur, gezielte Nackenübungen und Wärmepflaster. Seit einiger Zeit benutze ich auch eine Black Roll, allerdings konnte ich noch keine spürbaren Verbesserungen feststellen. Massagen greifen bei mir gar nicht.

Ab zum Arzt

Jedes chronische Leiden muss von einem Arzt kontrolliert werden. Ich war bei drei Orthopäden, bis ich einen gefunden habe, der sich meinem Leiden angenommen hat. Mit Nackenschmerzen verdienen Orthopäden kein Geld, weil sie nichts aufschneiden oder spritzen können. Ich wurde deshalb oft mit Überweisungen zum Physiotherapeuten nach Hause geschickt, was natürlich nichts gebracht hat. Es wird zwar gedrückt, gezogen und gute Tipps gegeben („Nicht soviel am PC arbeiten“), aber wirklich geholfen wurde mir nie.

Mein jetziger Orthopäde hat sich auf alternative Behandlungsmethoden spezialisiert und ist gleichzeitig Chiropraktiker. Somit fallen Extrakosten für das Einrenken des Nackens weg, weil die Krankenkassen chiropraktische Behandlung zugelassener Ärzte bezahlen. Außerdem bietet mein Arzt Akupunktur an, die ich demnächst das zweite Mal in Anspruch nehmen werde. Die Therapie hat mich zwar das letzte Mal ganz schön körperlich mitgenommen (Müdigkeit, heftiger Muskelkater, Benommenheit), aber es hat sich gelohnt. Die Wirkung setzt nicht direkt, sondern erst nach Wochen ein und hält langfristig (ca ein Jahr). Ich hatte vor der Therapie oft Krämpfe im Nacken, die seitdem komplett verschwunden sind.

Übrigens rate ich euch zu einem Besuch beim Zahnarzt und/oder Kieferorthopäden. Viele Nackenprobleme können auch von unbewusstem nächtlichem Zähneknirschen kommen.

Der richtige Schlaf

Viele unterschätzen, wie wichtig Lattenrost, Matratze und Kissen für einen gesunden Nacken sind. Ich habe jahrelang auf einfachen Brettern, einer zu dünnen Matratze und zu dickem Kissen geschlafen und bin meist mit Nacken- und Kopfschmerzen aufgewacht. Seit ich alles ausgetauscht habe, sind die Probleme verschwunden. Der Lattenrost sollte verstellbar und die Matratze mindestens 18 Zentimeter dick sein. Beim Kissen bin ich auf ein Nackenstützkissen umgestiegen, dass meine Nackenmuskulatur entlastet. Wenn ihr unsicher seid, welche Härte eure Matratze haben sollte oder wie ihr den Lattenrost richtig einstellt, kann ich euch die Tipps und Empfehlungen von Dormando empfehlen. In dem Onlineshop findet ihr nicht nur Antworten zu diesen Fragen, sondern direkt auch eure neue Matratze oder Nackenstützkissen bestellen.

Bewegung

Kein Sport ist Mord für den Nacken. Wenn ich eine Woche meine Nackenübungen nicht machen, werde ich mit Verspannungen und Schmerzen gestraft. Mein Übungsprogramm besteht aus verschiedenen Hantelübungen speziell für Nacken und Schulter sowie Yoga. Wer Nackenprobleme hat, muss die Region regelmäßig bewegen – vor allem während der Arbeit, damit man nicht steif wird. In diesem Video findet ihr gute Übungen, die ich auch regelmäßig mache:

 

Jeder Nacken und jeder Schmerz ist anders, deshalb müsst ihr selbst herausfinden, was für gut ist und was hilft. Wenn ihr zum Orthopäden geht, lasst euch nicht mit Kommentaren wie „Das liegt an den Muskeln, da kann ich nichts für Sie tun“ abspeisen. Sucht euch so lange einen Arzt, bis ihr Ernst genommen und euch langfristig geholfen wird!

// In Kooperation mit Dormando //

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Hallo!


Zwo, eins, Risiko!

Pinterest


Archiv