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Reiseguide Teneriffa: Eine Insel voller Gegensätze

Wenn man in seinem Urlaub im November gutes Wetter haben und nicht lange unterwegs sein möchte, sind die Kanaren die beste Wahl. Vor allem Teneriffa ist mit seiner schroffen Landschaft ein Paradies für jeden Naturfan.

Der touristische Süden

Wer in den Herbst- und Wintermonaten nach Teneriffa will und gutes Wetter möchte, kommt an den Städten im Süden wie Adeje, Los Cristianos oder Playa de las Américans nicht vorbei. Das ganze Jahr über herrschen sowohl am Tag als auch in der Nacht konstant über 20 Grad und es regnet nur selten. Das hat allerdings seinen Preis: Überfüllte Straßen, überfüllte Strände und Hotelburgen an jeder Ecke.

Reiseguide Teneriffa: Eine Insel voller Gegensätze
Der Strand von Adeje

Wer sich mehrere Tage am Stück nur Sonnen will und die Umgebung nicht erkunden will, ist hier sicherlich am richtigen Platz. Ich habe mich in den Städten wegen der Massen an Touristen extrem unwohl gefühlt. Der Süden ist ohne Frage schön, aber nur abseits der Touristenstädte.

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Ausblick auf Adeje und den Ozean vom Wanderweg Barranco de la Infierno

Der Süden ist wegen des Regelmangels geprägt von schroffen Hügeln, Kakteen, Sträuchern und Unmengen Bananenplantagen. Manche Landschaften sind so rau und verlassen, dass sie auch auf dem Mond sein könnten. Grüne Pflanzen oder Bäume sieht man im Süden nur, wenn sie bewässert werden.

Generell ist der Süden geprägt von schroffen Hügeln, 
Der Küstenort La Médano

Wer auf der Insel ist und die Schönheit der Natur genießen möchte, sollte sich deshalb unbedingt ein Auto mieten. Wir hatten einen kleinen, süßen roten Fiat 500, den wir über Cicar gemietet haben. Über den Anbieter und auch den Zustand des Autos kann ich nichts Schlechtes berichten, allerdings hatte das kleine „Fred Feuerstein-Mobil“, wie wir es genannt haben, mit den Höhenunterschieden und den schlechten Zuständen einiger Straßen ganz schön zu kämpfen. Ich kann daher jedem nur empfehlen, ein Auto mit deutlich mehr PS auf Teneriffa zu mieten, wenn man nicht die steilen Berge im Schritttempo hochfahren möchte.

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Playa Boris de Abona

Die schönsten Gegenden entdeckt man jenseits der Touristenstädte und überfüllten Autobahn. Dazu gehört unter anderen die schroffen Klippen in der Nähe von Abades oder das kleine Städtchen La Caleta mit guten Restaurants, tollen Wanderwegen und versteckten Stränden.

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Cala de las Tortugas

Den Süden Teneriffas sollte man auf jeden Fall gesehen haben. Es gibt viele schöne Perlen dort zu entdecken, aber auch nur, wenn man auf eigene Faust unterwegs ist.

Der ruhigere Norden

Ruhiger – aber immer noch gut voll – ist der Norden Teneriffas mit den Städten Puerto de la Cruz, La Laguna und der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Im Gegensatz zum Süden regnet es dort und die Landschaft ist im Gegensatz zum Süden grün, üppig und regenreicher.

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Kirche in Santa Cruz de Tenerife

Die Städte sind leider teilweise genauso überlaufen wie im Süden, allerdings sind sie nicht so touristisch ausgelegt. Die Altstadt von Puerto de la Cruz zum Beispiel hat sich den Charme eines alten Fischerdorf, was allerdings auch daran liegt, dass dort kaum Touristen unterwegs sind. Bei einem Besuch in der Stadt empfehle ich euch einen Besuch im Botanischen Garten. Umgeben von Hotelburgen und lauten Straßen bietet er eine kleine Oase der Ruhe. Inmitten von Bäumen, Pflanzen und Kakteen kann man die Seele baumeln lassen und sich von einem stressigen Städtetrip perfekt erholen.

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Botanischer Garten in Puerto de la Cruz

Ein absolutes Muss im Norden ist das Anaga-Gebirge. Der Nordostzipfel der Insel ist mit seinen Lorbeerwälder ein Paradies für Naturfans und bietet unzählige Wanderpfade, die durch nasse Nebelwälder führen. Die Wälder sind ein krasser Gegensatz zu dem trockenen Süden, der nur rund 70 Kilometer entfernt ist.

Reiseguide Teneriffa
Wanderweg im Anaga-Gebirge

Ich bin wirklich beeindruckt, was für eine Vielfalt Teneriffa zu bieten hat. Jenseits der Tourispots habe ich mich in die einmalige Landschaft verliebt, die so vielfältig ist, dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. In den kommenden Berichten gehe ich noch einmal detailierter auf einige Highlights wie den Tide oder das Anaga-Gebirge ein.