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Ein Muss im Teneriffa Urlaub: Nationalpark Teide

Der Nationalpark rund um den Vulkan Teide auf Teneriffa ist wohl die atemberaubendste Landschaft, die ich je gesehen habe. Das Gebiet ist schroff und schön zugleich, aber auch angsteinflößend und surreal. Es ist ein absolutes Paradies für Natur- und Wanderfans, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der Pico del Teide ist mit 3718 Metern nicht nur der höchste Berg auf den Kanarischen Inseln, sondern ganz Spaniens. Er erhebt sich aus einer riesigen Caldera, die einen Durchmesser von mehr als 17 Kilometern hat. Man kann entweder durch die Caldera selbst wandern oder auf den Teide mit der Seilbahn hochfahren.

Wandern auf dem Vulkan El Teide

Der Berg und die gesamte Landschaft rund um den Vulkan ist ein Muss für jeden Teneriffa-Touristen, entsprechend voll ist es dort. Je früher man auf die Spitze fährt, desto ruhiger ist es. Kauft die Tickets für die Seilbahn unbedingt vorher im Internet, denn nur dann könnt ihr sicher sein, dass ihr auch wirklich hochkommt. Wir sind um 9.15 Uhr hochgefahren, und als wir gegen 11.30 Uhr wieder in der Talstation waren, war es brechend voll.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Ausblick von der Bergstation auf dem Teide

Sobald man aus der Gondel aussteigt, öffnet sich auf der Aussichtsplattform auf 3.500 Meter Höhe ein Ausblick, den man nur schwer in Worte fassen kann. Man überblickt die gesamte Caldera und kann an guten Tagen bis Gran Canaria schauen. Auf den anderen Aussichtspunkten eröffnen sich Ausblicke auf La Gomera, El Hierro und La Palma sowie den nördlichen Teil der Insel.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Wanderweg auf dem Teide

Auf dem Berg können drei Wanderrouten erkundigt werden. Der Aufstieg Nr. 10 führt direkt in den Krater, kann aber nur mit einer vorher erteilten Genehmigung bestiegen werden. Diese kann man kostenlos online beantragen. Der Weg ist allerdings nur etwas für absolute Profis, die Wandern in dieser Höhe gewöhnt sind. Wir haben uns deswegen dagegen entschieden.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Wanderweg Nr. 11

Der Wanderweg Nr. 11 eignet sich auch für Durchschnittswanderer. Der Weg verläuft gegen die Nordostflanke und ist beinahe eben. Am Ende des rund 25-minütigen Pfades hat man einen perfekten Blick über den nördlichen Teil der Insel und die Stadt Puerto de la Cruz.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Wanderweg Nr. 12

Anstrengender – vor allem auf dem Rückweg – ist Wanderweg Nr. 12. Er führt über die Westflanke Richtung den ursprünglich ersten Vulkan Pico Viejo. Von dort sieht man den Umriss der Südküste Teneriffa und die naheliegenden Inseln La Gomera, El Hierro und La Palma.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Blick auf den Pico Viejo und La Gomera

Je länger ich mich oben aufgehalten habe, desto stärker hatte ich mit der Höhe zu kämpfen. Schon die kleinste Anstrengung hat für Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Schwindelanfälle gesorgt, deshalb sollte man die vermeintlich kurzen Strecken nicht unterschätzen und genug Verpflegung dabei haben. Die Schwierigkeit aller Pfade würde ich deshalb von mittel bis schwer einordnen.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Ausblick vom Wanderweg Nr. 11 auf Puerto de la Cruz

Die Wege sind nur mit Steinen ausgelegt und verlangen Wanderschuhe. Außerdem sollte man warme Kleidung dabei haben, da es dort oben meist nicht wärmer als 5 Grad ist.

Wandern im Nationalpark

Wer noch genug Luft hat, kann nach einem Ausflug auf dem Teide noch den Nationalpark rund um den Vulkan erkunden. Am Straßenrand befinden sich in regelmäßigen Abständen Parkplätze, von denen man die Kraterlandschaft erkunden kann.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Landschaft im Teide Nationalpark

Auch wenn man sich hier „nur“ noch auf rund 2.500 Meter Höhe befindet, sollte man die dünne Luft nicht unterschätzen.

Wandern auf Teneriffa: Nationalpark Teide
Typische Straße in der Caldera

Wer genug vom Wandern hat, kann auch nur mit Auto über die sehr gut ausgebauten Straßen fahren und die Landschaft auf sich wirken lassen.