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Wolle, Kaschmir und Co.: Knötchen & Pilling vermeiden

Jeder kennt die unschönen Knötchen, die sich gerne mit der Zeit auf Strickkleidung niederlassen. Doch wie entstehen das sogenannte Pilling eigentlich und wie kann man es wieder entfernen? Ich gebe euch einige Experten-Tipps.

Wie entstehen Knötchen?

Die unschönen Knötchen – auch Pilling genannt – entstehen durch lose Fasern im Stoff oder Fasern, die sich aus dem Gewebe gelöst haben. Sie werden entweder beim Waschen gelöst oder verhaken sich beim Tragen mit anderen Stoffen wie zum Beispiel dem Jackenfutter oder der Hose. Von Pilling sind meist Kleidungsstücke betroffen, in denen kurzfaserige Stoffe verarbeitet wurden. Es tritt vor allem an mechanisch stark beanspruchten Stellen auf wie der Schulter, den Unterarmen oder auf der Rückseite.

Tipps gegen Pilling

Pilling hat zunächst keine Auswirkung auf die Tragbarkeit und Funktionalität des Kleidungsstücks. Mit der Zeit können die stark beanspruchten Bereiche jedoch Löcher bilden oder gar reißen. Die schlechte Nachricht ist, dass sich Pilling nicht stoppen lässt, da sich ständig Fasern aus dem Gewebe lösen. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, die die Knötchenbildung einschränken:

  1. Kleidungsstück vor dem Kauf entfusseln: Synthetische Fasern die Polyacryl oder Polyester neigen durch ihre glatte Oberfläche eher zu Pilling als Naturfasern. Deshalb solltet ihr beispielsweise Fleecejacken vor dem ersten Tragen immer sorgfältig mit einer Fusselrolle behandeln. So entfernt ihr kleine Fasern, die sich sonst verhaken würden. Das gleiche gilt für Pullover oder Cardigans aus Wolle, Kaschmir oder Mohair. Je eher die losen Fasern entfernt werden, desto besser. Alternativ könnt ihr die Teile auch im Trockner für 10 bis 20 Minuten lüften.
  2. Beim Waschen auf links drehen: Pilling entsteht meinst durch zu starke mechanische Beanspruchung. Dazu gehört nicht nur das Tragen selbst, sondern auch der Waschvorgang in der Waschmaschine. Ihr solltet empfindliche Kleidungsstücke deshalb immer vor dem Waschen auf links drehen und gegebenenfalls in einem Waschesack waschen. So bilden sich die Knötchen nicht auf der Außenseite, sondern auf der Innenseite.
  3. Richtiges Waschmittel verwenden: Abrasive Pulver-Waschmittel, die sogenannte „Putzkörper“ enthalten, erhöhen die Pilling-Anfälligkeit, weil sie beim Auflösen in der Waschmaschine an der Kleidung reiben. Verwendet wenn möglich Flüssigwaschmittel für empfindliche Kleidung und bei Wollstoffen spezielles Wollwaschmittel.
  4. Schonwaschgang: Bei empfindlicher Kleidung solltet ihr zu warme Waschgänge mit hoher Schleuderzahl meiden. Wählt stattdessen den Schonwaschgang oder das Wollwaschprogramm aus. Die Kleidung wird dann bei gleichbleibender Temperatur gewaschen und gespült und nur leicht geschleudert. Und Finger weg von der Handwäsche im Waschbecken! Die empfindlichen Teile werden meist entweder zu warm oder zu kalt gewaschen und verfilzen beim Auswringen nur noch mehr.
  5. Reibung minimieren: Ich habe mir viele Pullover ruiniert, weil ich mit meinen Unterarmen immer auf der Schreibtischunterlage bewegt habe. Achtet deshalb unbedingt darauf, dass ihr die Kleidungsstücke nicht unnötiger Reibung aussetzt.

Pilling entfernen

Haben sich einmal Fussel gebildet, könnt ihr die ganz leicht entfernen. Die einfachste Methode ist das abrasieren mit einem Einwegrasierer. Spannt den Stoff und rasiert dann vorsichtig und in kleinen Schritten über die betroffene Stelle die Knötchen ab. Eine schonendere Variante ist das Ablesen der Fussel von Hand. Dadurch wird eine zusätzliche Materialausdünnung vermieden.

Foto Header: Victoria Bilsborough/Unsplash.com/CC0

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