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Urlaub auf Teneriffa: Barranco del Infierno

Neben dem Teide und Masca ist auch die Barranco del Infierno ein Muss für jeden Teneriffa-Touristen. Der Wanderweg durch die Schlucht bietet eine atemberaubende Naturvielfalt und noch atemberaubendere Ausblicke über die Insel.

Die Barranco del Infierno („Höllenschlucht“) ist ein Naturschutzgebiet, zu dem nur 300 Personen pro Tag Zutritt haben. Diese Einschränkung dient zum Schutz der Umwelt, damit weder die Fauna noch die Flora in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Es ist deshalb unbedingt nötig, dass ihr vorher online eine Reservierung macht. Der Wanderweg ist zwischen 8:00 und 14:30 Uhr geöffnet und dauert hin und zurück etwa vier Stunden. Die zurückgelegte Strecke beträgt insgesamt etwa 6,5 Kilometer und hat einen Schwierigkeitsgrad von leicht von mittelschwer. Festes und rutschfestes Schuhwerk für steiniges Gelände ist ein Muss.

Wandern auf Teneriffa: Barranca del Infierno
Blick über Adeje

Vor dem Start erhält man eine Einweisung in Englisch, was es auf dem Weg zu beachten gilt. Da es in der Vergangenheit zu einem Todesfall aufgrund von herunterfallenden Steinen kam, herrscht Helmpflicht auf dem gesamten Weg. Außerdem ist es an einigen Stellen verboten, eine Rast einzulegen. Nachdem man eine Erklärung unterschrieben hat, dass man sich der Gefahren bewusst ist, kann es auch schon losgehen. Wer nun denkt: „OMG, was ist das für ein Horrorweg?!“ Keine Sorge: Der Weg ist nicht gefährlich. Die Veranstalter verlangen die Erklärung nur, um auf der sicheren Seite zu sein, falls es zu Problemen kommt (die im Übrigen sehr selten sind).

Wandern auf Teneriffa: Barranca del Infierno
Der Wanderweg in der Höllenschlucht

Der Wanderweg beginnt in Adeje, von wo man aus schon auf den ersten Metern eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft und den Ozean hat. Man folgt einem ehemaligen Hirtenwanderweg und passiert eingerichtete Punkte wie Aussichtsplätze, Bienenstöcke oder einer alten Mühle.

Wandern auf Teneriffa: Barranca del Infierno
Der Weg im Flussbett der Schlucht

Nach etwa zwei Drittel der Strecke erreicht man das Flussbett der Schlucht, wo sich nicht nur das Klima ändert, sondern auch die Natur. Sieht man vorher nur Kakteen, wachsen dort Bäume, Pflanzen und Blumen. Nach einiger Zeit erreicht man dann den kleinen Wasserfall, der quasi das „Ziel“ der Wanderung ist. Von dort aus geht es denselben Weg wieder zurück.

Wandern auf Teneriffa: Barranca del Infierno
Der kleine Wasserfall am Ende des Wegs

Ich kann den Wanderweg uneingeschränkt empfehlen. Er ist zwar teilweise anstrengend, aber die Natur und vor allem die Ausblicke machen die Schmerzen in den Beinen wieder wett. Mein Tipp: Geht den Weg so früh wie möglich. Am Morgen ist der Pfad durch die Schlucht noch vor der Sonne geschützt. Ab Vormittag läuft man in der prallen Sonne.