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SEO-Tipps für Texter, Blogger & Redakteure

Wer online schreibt, kommt an 3 Buchstaben nicht vorbei: SEO. Was von Redakteuren anfangs noch als lästiges Übel empfunden wurde, gehört mittlerweile zum Alltag eines Texters, Bloggers & Redakteurs dazu.

Eins vorab: SEO ist nicht dein Feind, sondern dein Freund. Wenn man das als kreativer Schreiberling erst einmal kapiert hat, kann Suchmaschinenoptimierung sogar Spaß machen.Wer einen leserfreundlichen, ausführlichen und inhaltsstarken Beitrag veröffentlicht, der User-Bedürfnisse befriedigt, hat bereits eine gute Basis geschaffen. Wenn man dann auch noch auf Keywords achtet und Title und Description dementsprechend anpasst, kann man ohne wenig Aufwand ganz vorne in den Suchergebnissen landen. Wie positiv sich SEO auf Beiträge auswirken kann, möchte ich euch anhand einiger Beispiele zeigen.

Inhaltsverzeichnis:

SEO-Definition

SEO ist die Abkürzung von Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) und der Dachbegriff für verschiedene Maßnahmen, die Webseiten und Inhalte im organischen Suchmaschinenranking verbessert.

Die positiven Auswirkungen von SEO

Das beste Beispiel für die positiven Auswirkungen von kleinen SEO-Anpassungen ist mein Artikel über die Stan Smiths von Adidas. Ich hatte mir 2014 nach langem Hin und Her ein Paar Stan Smith gekauft und natürlich direkt darüber gebloggt. Der Post war im Original nur rund 100 Wörter lang und der Inhalt belanglos. Es ging hauptsächlich darum, warum und wo ich meine Sneaker gekauft habe. Zwei Jahre war der Beitrag bereits online, bis ich ihn das erste Mal überarbeitete. Eine Freundin fragte mich damals, wie ich es schaffte, dass meine weißen Sneaker nach einer so langen Zeit noch so weiß sind. Ich ergänzte den Post um einige Pflegetipps und fügte Links zu Amazon ein. Ich erweiterte den Originalbeitrag zuerst um eine Liste mit verschiedenen Pflegetipps. Das Ranking verbesserte sich immer mehr und ich fügte ein Inhaltsverzeichnis hinzu – ohne die Leserbedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Mittlerweile befindet sich der Artikel bei Google bei verschiedenen Keywords rund um „Stan Smith Pflege“ unter den Top 3.

Über Jahre war mein Beitrag über das Outlet in Roermond unter den Top 3 Suchergebnissen bei Google. Ich verpennte es den Artikel zu optimieren, andere Seiten holten auf und mein Text verschwand im Google-Nirvana. Da ich mich lange Zeit nicht um den Blog gekümmert habe, fiel mir die Veränderung zu spät auf. Vor zwei Monaten überarbeitete ich viele einstige Top-Renner, zu denen auch  dieser Artikel gehörte. Ich analysierte die Suchergebnisse in der Google Search Console, testete einige Keywoordtools, passte SEO-Title und Description dementsprechend an und erweiterte den Artikel um weitere wichtige Infos. Mittlerweile befindet sich der Artikel mal auf der ersten, mal auf der zweiten Seite bei Google.

Ein Gefühl für SEO bekommen

Als ich 2012 das erste Mal mit SEO konfrontiert wurde, dachte ich nur: „Da hab ich sowas von keinen Bock drauf“. Auch meine damaligen Kollegen waren wenig begeistert und hatten Angst, künftig nur noch für Google und nicht mehr für den Leser zu schreiben. In den ersten Monaten kam mir das auch so vor, weil kein Title und keine Description gut genug waren. Über die Zeit bekam ich aber ein Gefühl für SEO. Einen tiefen Einblick habe ich aber erst im vergangenen Jahr bekommen, weil ich täglich mit dem Thema konfrontiert wurde. Und ich habe gemerkt, dass es gar nicht so kompliziert ist, wenn man die wichtigsten Tipps & Tricks kennt.

SEO-optimierte Inhalte erstellen

Wenn man seine Artikel SEO-optimiert, muss man sich immer fragen, was den Leser interessiert. Ihr schreibt nicht für Google, sondern für echte Menschen. Ein gutes Ranking solltet ihr deshalb eher als Lob von Google ansehen, die euch für gute Inhalte mit einer guten Platzierung belohnen.

Die Leute googeln meist, weil sie ein Problem haben und nach einer Lösung suchen. Beispiel: Ihre weißen Sneaker sind dreckig und sie wollen sie richtig reinigen. Ich habe mich gefragt, was ich in diesem Fall für einen Artikel erwarten würde: Einen, in dem um den heißen Brei geredet wird, oder einen, der mir Tipps gibt. Weder die Leser mögen unnötiges Gelabere, noch Google. Ich komme in meinem Stan Smith-Artikel deshalb schnell auf den Punkt und gebe nicht nur Pflegehinweise, sondern verlinke auch passende Produkte bei Amazon. Und das nicht nur, weil mir das den einen oder anderen Euro einbringt, sondern weil ich die Produkte selbst benutze und guten Gewissens weiterempfehlen kann. Und das zahlt sich nicht nur mit einem guten Ranking aus, sondern auch mit Verkäufen, die über Amazon generiert werden.

Keywords definieren

Keywords sind in der Suchmaschinenoptimierung wichtig. Allerdings sollte man sie in einem Text nicht auf Teufel komm raus verwenden. Der Lesefluss muss an erster Stelle stehen. Google kann einen relevanten Text von einem irrelevanten mit einer zu hohen Keyworddichte unterscheiden. Wer also so viele Keywords wie möglich in einem Artikel droppen möchte, kommt nicht weit.

So wird SEO zu deinem Freund

Jeder, der eine Website betreibt, sollte bei der Google Search Console angemeldet sein. Sie ist quasi der direkte Draht zu Google und zeigt unter anderem in der Suchanalyse, welche Suchanfragen gut laufen und von wo Inhalte extern verlinkt sind. Läuft etwas auf eurer Seite nicht so, wie Google das gerne hätte, bekommt ihr eine Nachricht und könnt eure Seite dementsprechend anpassen.

Vom Feind zum Freund: SEO-Tipps für Alle

Das beste an der Search Console ist, dass es im Gegensatz zu anderen Keywordtools kostenlos ist. Hilfreich sind auch noch die kostenlosen Tools Ubersuggest und AnswerThePublic sowie Google Suggest.

SEO-optimierter Text: Tipps

Ein gut recherchierter und inhaltlich überzeugender Text mit Mehrwert ist bereits die halbe Miete. Seid so ausführlich wie nötig und haltet euch gleichzeitig so kurz wie möglich. Mit kleinen Tipps & Tricks könnt ihr noch mehr aus euren Artikeln herausholen und das Ranking positiv beeinflussen:

Title & Description

Jeder Artikel, den ihr veröffentlicht, braucht einen Title und eine Description. Der Title wird in den Suchergebnissen als Headline angezeigt und ist etwa 60 Zeichen lang. Die Description ist das kleine „Appetithäppchen„, das den Suchenden in maximal 320 Zeichen auf eure Seiten bringen soll.

So machst du aus SEO einen Freund und keinen Feind

Ihr solltet also nicht lange rumschwafeln, sondern auf den Punkt kommen. Und bloß keine Clickbaits. Google merkt sich nämlich, wie oft ein Artikel angeklickt wurde, wie lange der Besucher anschließend auf der Seite war und wie schnell er wieder abgesprungen ist. Wenn ihr also die Versprechungen aus dem Title und der Description nicht halten könnt, bestraft euch Google mit einem schlechteren Ranking. Hilfestellungen bei Title und Description geben verschiedene WordPress-Plugins wie Yoast oder ONE Seo Pack.

Subheadlines

Unter- und Zwischenüberschriften gliedern nicht nur einen langen Text, sondern machen ihn auch lesbarer. Da Google einen sehr großen Wert auf die gute Lesbarkeit eines Artikels legt, solltet ihr jeden Text – wenn möglich – mit mindestens einer Subheadline versehen. Wenn es der Inhalt und der Lesefluss zulässt, solltet ihr in der Unterüberschrift ein wichtiges Keyword erwähnen, das für euren Artikel steht.

Inhaltsverzeichnis

Subheadlines ebnen den Weg für einen weiteren Tipp: das Inhaltsverzeichnis. Da ein Inhaltsverzeichnis einen Artikel noch lesbarer macht, liebt Google es.

So wird SEO zu deinem Freund

In der Praxis sieht das so aus: Der Punkt aus dem Inhaltsverzeichnis wird mit der Subheadline aus eurem Text verlinkt und wird damit zu einer Sprungmarke. Diese Sprungmarke zeigt Google in den Suchergebnissen, auf die die Suchenden klicken können. Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr hier.

Interne Verlinkungen

In den letzten Monaten habe ich fast jeden Artikel auf meinem Blog überarbeitet, dazu gehören auch interne Verlinkungen. Für mich ein lästiger und zeitraubender Teil der Suchmaschinenoptierung, der auf Dauer ganz schön nervenaufreibend sein kann.

Links gehören zu den wichtigsten Rankingfaktoren bei Google, wozu natürlich auch die internen Verlinkungen gehören. Wenn zum Beispiel ein Leser über Google auf meinen Blog kommt, weil er sich für den Alltag eines Freelancers interessiert, möchte ich natürlich auch, dass er alle Artikel aus diesem Special liest. Also habe ich im Text selbst sinnvolle Links zu anderen Artikeln eingefügt und am Ende jedes Textes eine farblich hinterlegte Box integriert:

Vom Feind zum Freund: SEO-Tipps

Im besten Fall interessiert sich der Leser nicht nur für den Artikel, den er über Google gefunden hat, sondern auch für andere themenrelevante Texte. Diese hätte er wahrscheinlich nicht gesehen, wenn ich ihn nicht darauf aufmerksam gemacht hätte.

Immer am Ball bleiben

Was heute für ein gutes Ranking sorgt, kann sich morgen schon wieder geändert haben. Es ist deshalb wichtig, dass ihr die Entwicklungen im Bereich SEO im Auge behaltet und eure Artikel regelmäßig checkt und überarbeitet. Bewährt haben sich die Tipps auf den Blogs von Seokratie, Sistrix & Ryte. Wie meine Beispiele zeigen, reichen bereits kleine Änderungen aus, um das Ranking deutlich zu verbessern.

Foto Header: Pexels.com/CC0

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